Ein Jahr voller emotionaler Ereignisse

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D as Jahr neigt sich dem Ende zu. Was ist da besser als einmal alles im Geiste Revue passieren zu lassen, was in den letzten 4 Monaten so in meinem Leben geschehen ist. Der emotionale Tiefpunkt im August/September, an dem ich kurz vor einer Depression stand. Der Druck von Innen den ich nicht mehr standhalten konnte und dann endlich aus mir nach langer Zeit heraus brach. Es war quasi, die Geburt von Ellen. Ellen, die eigentlich schon immer da war, aber nur im Schatten kauernd leben durfte. Auch wenn sie immer mal wieder kurz atmen durfte. Nun ist sie, nun bin ich frei ... die innere Unruhe und der ständige Kampf gegen mich selbst bestimmen nicht mehr mein Leben und ich kann mich mehr auf mich selbst konzentrieren und schauen was ich wirklich brauche.

Darüber hinaus habe ich es geschafft mich bei meiner Partnerin zu outen - auch wenn ich mich alles andere als geschickt dabei angestellt habe - was habe ich mich da doof angestellt. Ich hoffe sie wird es mir irgendwann verzeihen können, dass ich nicht direkt zum Punkt gekommen bin. Auf jeden Fall bin ich froh und glücklich dass sie weiterhin an meiner Seite ist. Als selbstverständlich kann ich das nicht voraussetzen.

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Wochenrückblick #4

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V on Samstag bis Freitag hatte ich Besuch von meinem Vater aus Hamburg. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht bei ihm geoutet war, musste ich wohl oder übel die meiste Zeit in männlicher Kleidung verbringen. Ich glaub so unwohl in meiner Haut habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Irgendwie passte alles nicht so wirklich Zusammen. Das Äußere nicht zum Inneren, die Kleidung nicht zu mir. Es war einfach grausam. Entsprechend war ich auch drauf. Frustriert und unzufrieden und dass obwohl ich mich auf den Besuch meines Vaters gefreut habe und es auch schön war, dass er da war.

Na ja,  so freute ich mich auf den Mittwoch. Die Selbsthilfegruppe hatte Weihnachtsfeier und ich konnte zumindest kurzzeitig Luft schnappen. Ich kleidete mich bereits am Morgen so weiblich wie möglich und zog die Männersachen drüber. Mittags lackierte ich mir die Fingernägel schwarz und fand das meine Hände durchaus weiblich und überhaupt nicht männlich wirken. So verbrachte ich dann halbwegs getarnt den Tag mit meinem Vater, der zum Glück die lackierten Nägel akzeptierte. Wir gingen dann um 17:00 Uhr zum ersten Chor-Auftritt meiner kleinen. So was kann man doch nicht verpassen. Der Auftritt an sich war ganz nett, auch wenn die meisten Kinder doch schon recht müde waren.

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Es ist geschafft und wie geht es weiter?

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I ch habe es doch tatsächlich geschafft und mich bei meinem Vater als transsexuell geoutet. Mein Gott hab ich mir schwer getan. Ich malte mir in meinem Kopf die schlimmsten Horrorszenarien aus, dass er mich verstoßen würde und nie wieder etwas mit mir zu tun haben will. Dementsprechend habe ich es natürlich die letzte Woche immer weiter vor mir hergeschoben, bis ich und meine Partnerin den Entschluss gefasst haben es auf den kommenden Donnerstag festzulegen. Klarer Vorteil, ich konnte so den Termin nicht verschieben ohne mir selber Glaubwürdigkeit zu nehmen.

Die Tage vergingen und Donnerstag rückter immer näher. Am Donnerstag selber spielte dann mein Kreislauf total verrückt. Alles drehte sich in der Früh in meinem Kopf und ich hatte das Gefühl gleich Ohnmacht zu fallen oder wenigsten hinzufallen. Vermutlich war ich aber sogar in Wirklichkeit nicht weit davon entfernt.

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Wie sag ich es nur meinem Vater?

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H ier sitze ich nun und schreibe diese Zeilen. Zeilen die mir auf der Seele brennen. Nicht dass ich nichts besseres zu tun hätte, sondern viel mehr - weil ich einfach nicht weiß wie ich es machen soll. Wie soll es auch gehen und vor Allem wie vermittelt man sowas jemanden. Ich bin so ungeübt darin.  Für Euch als kurze Information. Seit Samstag habe ich bis Freitag Besuch von meinem Vater aus Hamburg. Er weiß noch nicht über mich bescheid und sitzt gerade unbekümmert unten auf dem Sofa. Dabei macht er sich Gedanken über die mögliche bevorstehende Hochzeit mit meinem Schatz. Wenn er nur wüsste. Ich denke viel drüber nach, komme aber nicht zu einem Ansatz wie ich es ihm erklären könnten. Ich möchte es ihm so schonend wie möglich erklären - Habe aber dennoch massive Angst wie er reagieren könnte. Schließlich war/bin ich seit 39 Jahren sein Sohn und nun komme ich und sage ne das ist alles ganz anders. Ich war 39 Jahre lang schon immer deine Tochter - habe mich nur nie getraut mich zu offenbaren. Alles nicht so toll :(

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Wochenrückblick #3

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D ieser Wochenrückblick kommt jetzt etwas verspätet. Dafür enthält er aber diesmal auch fast zwei Wochen in komprimierter Form. Warum? Die Begründung ist eigentlich ganz einfach. Ich hatte schlicht weg keine Zeit und Muße mich hinzusetzen und die letzten Tage aufzuschreiben. Zu viel ist passiert und zu viel hat mich beschäftigt. Einen wirklichen klaren Kopf zu bekommen war fast nicht möglich. Nun ein paar Tage später, kann ich endlich versuchen die Dinge in Worte zu fassen.

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