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n jedem Silvester setzen sich Millionen von Menschen „gute Vorsätze“ für das kommende Neue Jahr. Dinge die sie an sich verbessern, verändern oder ablegen möchten. Doch leider ist es oft so, dass diese guten Vorsätze schon bald wieder vergessen sind. Ich bin da übrigens keine Ausnahme und hatte eigentlich schon lange damit aufgehört mir welche zu setzen. Allerdings gibt es eine Sache, die mich schon länger extrem an mir stört und die ich nun endlich in den Griff bekommen möchte. Ja, das elendige Thema Gewicht! Wie der Beitragstitel schon verrät „Jetzt lasse ich die Pfunde purzeln“ habe ich mir das Ziel gesetzt, endlich und dauerhaft auf ein „Normalgewicht“ zu kommen.

Wobei „Normalgewicht“ was ist das schon? Ganz sicher nicht dass, was uns andere versuchen einzureden. Viel mehr geht es mir einfach darum, dass ich mich nun endgültig wohl in meinem so mühevoll „erkämpften“ Körper fühlen möchte. Ich möchte einfach Kleidung tragen können die mir gefällt und mich auch mal voll stolz im Bikini an den Strand legen. „Aber, aber, aber“ – höre ich euch schon rufen. Klar habt ihr recht es macht viel dass eigene Selbstbewusstsein. Doch kann mir ein besseres Selbstbewusstsein auch nicht dabei helfen, dass ich wieder beweglicher und agiler werde, oder mich einfach fitter fühle?!

Wohl kaum, und da ich es diesmal wirklich wirklich ernst meine. Habe ich den „öffentlichen Weg“ über den Blog gewählt. Verzeiht mir, dass ich Euch hier quasi als Unterstützung und Rückhalt dafür nehme. Aber ich habe so die berechtigte Hoffnung es nun endlich zu schaffen. Schließlich ist es für mich sehr motivierend zu wissen, dass es Menschen gibt die sich für mich interessieren und mir wünschen, dass ich meine Ziele auch erreiche. Danke dass es Euch gibt.

Vorgeschichte (Prolog)

Gewichtsprobleme hatte ich eigentlich schon so lange ich denken kann. Okay, viel mehr fingen die Gewichtsprobleme erst richtig mit der Pubertät an. Jeder der meinen Blog verfolgt hat, kann sich denken was es für Probleme in erster Linie waren. Ich kompensierte meine Frustrationen immer mit Essen, was natürlich ein großer Fehler war. Das Gewicht auf der Waage ging immer mehr nach oben und ich fühlte mich noch unwohler in meiner Haut als eh schon. Im Grunde ein Teufelskreis, weil ratet mal was ich darauf getan habe? Ja, natürlich gegessen.

Dieser Kreis ging immer soweit gut, bis ich es nicht mehr ausgehalten habe und dann in einem großen Knall gleich mehrere Kilos abtrainiert habe. Ja, laufen war für mich immer ein Art Rettungsanker und Ventil. Allerdings immer nur dann, wenn es kurz vor zwölf war. Der letzte Knall kam im Spätsommer 2014, nur dass sich damals auch noch ganz andere Dinge lösten. Es wurde Zeit. Schließlich brachte ich damals gerade wieder stolze 130 kg auf die Waage.

Wohl gemerkt, hatte ich mir nach jeder Abnahme geschworen, so viel willst Du nie wieder wiegen. Na ja, die Psyche halt. Anfang 2015 war ich dann schon wieder auf 90 kg runter. Nicht weil ich es gezielt gemacht hätte, es war viel mehr die Kraft die der Befreiungsschlag gekostet hat. Der Gewichtsverlust war eher ein positiver Nebeneffekt. Mit der Hormontherapie wanderte die Waage zwar wieder etwas nach oben aber nur ganz langsam und nur um 5 kg. So ging ich dann auch in meine erste Geschlechtsangleichende Operation (März 2017).

Die folgenden Monate waren alles andere als leicht. Schmerzen, fehlende Bewegung und die zweite OP sorgten für weitere 10 kg auf der Waage. Natürlich bin auch selber schuld und hätte mich einfach mehr zusammenreißen müssen. Doch ich war einfach zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt. Der Weckruf kam im November 2017 dann bei der Nachkontrolle der zweiten Geschlechtsangleichenden Operation. „Frau Herbes, sie sollten besser auf sich und ihr Gewicht achten. Haben sie schon mal über eine Ernährungsumstellung nach gedacht?“.

Direkte und offene Worte vom Operateur die mich hart trafen. Ja, der Arzt hatte ja recht. 105,6 kg waren einfach zu viel und weit weg von dem wie ich mich wohlfühlte. Also beschloss ich schon auf dem Weg nach Hause dass sich etwas ändern musste. Sofort!

Erste Erfolge (Jetzt lasse ich die Pfunde purzeln)

Kaum daheim, achtete ich genau darauf was ich aß. Jegliche Kohlenhydrate waren erst mal tabu. Kein Brot, kein Reis, keine Kartoffeln – dafür aber jede Menge Gemüse und Obst. Innerhalb von einem Monat waren dann auch schon die ersten 4,3 kg runter. (101,3 kg) Doch es kam der Dezember. Betonung liegt auf Dezember.

Der Dezember ist so glaube ich der schlechteste Monat für eine Gewichtsreduzierung. Ich meine ja nur. Besuch, Plätzchen, Weihnachten, Silvester und noch mehr Plätzchen. Alles Ereignisse und Situationen die ein wenig ihre Spuren auf der Waage hinterlassen. Teilweise war es so schlimm, das ich dachte: „Nein, alles was Du im November erreicht hattest war um sonst“. Doch ich weiß nicht wie. Pünktlich zu Silvester hatte ich nur noch 400 Gramm mehr auf der Waage. Uff, nochmal Glück gehabt (Stand zum 31.12.2017 – 101,7 kg)

Das neue Jahr verlief die ersten beiden Wochende dann wieder ganz gut. Klar ich hatte immer mal wieder einen Ausrutscher und hatte dann und wann einen Heißhunger auf etwas Süßes. Ich glaube ich wäre keine Frau, wenn es diese Momente nicht geben würde. Aber solange es keine dauerhaften Spuren auf der Hüfte hinterlässt ist alles gut. Zumindest schaffte ich es am 6. Januar das erste mal unter die 100 kg Grenze – die ich übrigens bis jetzt noch nicht wieder überschritten habe. Ein erster großer Erfolg für mich. Und das alleine nur dadurch, dass ich Kohlenhydrate und Zucker so weit wie möglich meide.

Insgesamt habe ich bis zum heutigen Tage (14. Januar 2018) knapp 6 kg abgenommen und wiege 99,6 kg. Was zeigt, dass der Weg weiter nach unten geht, auch wenn ich die letzten beiden Tage es etwas schleifen lassen hatte.

Wie geht es weiter? (Jetzt lasse ich die Pfunde purzeln)

Natürlich geht es so weiter wie ich das Jahr angefangen habe. Ich werde weiter diszipliniert an mir arbeiten. D.h. möglichst allen großen Versuchungen aus dem Weg gehen und sehen, dass ich die 1,2 kg – die ich die Woche zugenommen habe – wieder weg bekomme. Vielleicht schaffe ich es im Januar dann sogar den Erfolg vom November zu wiederholen. 4,3 kg waren schon eine große Ansage.

Allerdings geht es mir eh nicht um eine schnelle, sondern diesmal um eine nachhaltige Reduzierung des Gewichts. Selbst wenn es nur 100 Gramm weniger sind wäre es ein Erfolg. Ach ja, vielleicht sollte ich Euch sagen, auf welches Gewicht ich aktuell möchte. Mein ganz ganz großes Ziel sind die 80 kg. Was noch knapp 20 kg sind. Deswegen denke ich lieber in kleine Etappen und habe mir bis auf Weiteres die 95 kg Marke als Ziel gesetzt. Was denkt ihr? Ist das richtig so? Vielleicht interessiert Euch ja auch noch mehr, dann lasst mir doch einfach unten einen Kommentar da und schreibt mir, was Ihr wissen möchtet.

Nächstes Wochenende erscheint dann mit Sicherheit der nächste Teil zu meiner neuen Serie: „Jetzt lasse ich die Pfunde purzeln“. Seid also gespannt wie es mir ergehen wird.

Liebe und hoffnungsvolle Grüße
Ellen