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ie versprochen geht es nun weiter mit der Serie „Ein Heimkino entsteht“. Dies mal möchte ich Euch gerne darüber berichten wie es dazu kam, dass ich die Leinwand selber gebaut habe und wie ich dabei vorgegangen bin. In diesem Zusammenhang möchte ich dann wieder gleich darauf hinweisen, dass es sich bei der Lösung nur um ein Do-It-Yourself Projekt handelt und keine Ziel der 1A-Super-Leinwand war. Aber dazu dann im Text gleich mehr.


Heimkino Nachdem der Fußboden und das Podest bereits fertig waren. Die Wände und Decke schwarz gestrichen – Ja, man bekommt tatsächlich in einem „normalen“ Baumarkt richtiges schwarz und keine Abtönfarbe. Allerdings müsst Ihr Euch diese anmischen lassen und nach „Tiefschwarz“ verlangen.  Wundert Euch dann aber nicht das sie Euch für Satanisten oder sowas halten. Ein kleiner Hinweis, dass es für ein Heimkino ist und schon hellen sich die Blicke wieder auf. *grins*

Na ja, also der Raum war soweit vorbereitet. Der Beamer mit der Halterung an die Decke montiert und  die Verkabelung soweit grundsätzlich schon mal abgeschlossen. Aber Filme auf einer schwarzen Wand kommt irgendwie seltsam. Also stöberte ich durch diverse Online-Shops. Ich sag Euch gleich, billig war davon sicherlich nichts. Irgendwo entdeckte ich dann, dass man sich auch Kinoleinwand als Meterware auf einer Rolle kaufen kann. Und siehe da, die war wesentlich billiger. Was allerdings fehlte war eine Unterkonstruktion.

Hm. Was mache ich nur dachte ich mir ? Ein paar Leisten und Winkel müssten doch reichen. Und so hab ich es dann auch gemacht. Welches Seitenverhältnis ich allerdings als Basis genommen habe weiße ich nicht mehr so genau. ich glaube 16:10. Ist ja auch egal. Zumindest hat die Leinwand jetzt die Maße von 200 cm x 108 cm. Zum Bespannen der Unterkonstruktion hatte ich kurzer Hand ein weißes Bettlaken genommen, welches ich dann am Rahmen fest getackert habe. Nicht optimal, aber es funktioniert soweit ganz gut, dass bis heute immer noch das Bettlaken drauf ist und ich keine Leinwand zum erneuten bespannen gekauft habe. Selbst 3D Filme funktionieren ohne Probleme.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass andere ähnlich vorgehen. Dann aber einen festeren Stoff nehmen, denn sie dann nachträglich noch streichen. Ich hab es anders gemacht. Als ich feststellte, dass die Leisten durch das Bettlaken zu sehen waren. Habe ich den Rahmen einfach schwarz angemalt und erneut bespannt. Seit dem sind die Leisten auch nicht mehr zu sehen.  Eigentlich wollte ich den Rand doch noch mit einer schwarzen Samtfolie bekleben nur bin ich nicht dazu gekommen, weil ich noch hin und her schwanke ob ich mir nicht doch noch den Leinwandstoff kaufen soll.

Auf jeden Fall fanden mittlerweile jetzt schon mehrere lange Kinonächte mit dieser Leinwand statt und nicht ein einziger hat sich beschwert. Was mich vermuten lässt, dass die günstige und einfach Lösung (ca 40,- Euro) für den aktuellen Zustand mehr als ausreichend ist. Außerdem kam da so ein Outing dazwischen, so dass das Projekt doch nun schon ein paar Monate auf Eis lag – bzw. nur spärlich weiter gepflegt wurde.

Für alle Fälle hier die Einkaufsliste:

  • 2 x 200 cm Lange Leisten (ca. 2 cm breit)
  • 3 x 104 cm Lange Leisten (ca. 2 cm breit)
  • 4 x Winkel inkl. passenden Schrauben
  • 2 x Beschlageisen (T-Form) mit passsenden Schrauben
  • 1 x passendes Tuch (Stoff, Bettlakeken oder Leinwandstoff)
  • und natürlich Dübel und Haken für die Wand zum aufhängen

Im nächsten Teil werde ich Euch dann wohl über die verbaute Beleuchtung im vorderen Bereich berichten. Vielleicht dann auch schon mal etwas über die verwendete Technik. Erwartet nur nicht zu viel. Das Heimkino ist wirklich preiswert gemacht und vieles davon hatte ich bereits. 😉
Liebe Grüße
Ellen

Kinoleinwand Bauplan