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ie sicherlich schon ein paar von Euch wissen – überlege ich schon etwas länger, über was ich in meinem Blog noch so berichten soll/kann. Vor allem, was könnte Euch als Leser interessieren? Klar, ich kann einfach über Erlebnisse aus meinem Alltag oder über Dinge zum Thema Transition berichten. Aber ist das auf Dauer wirklich so interessant? Ich weiß es nicht. Mein Leben beinhaltet schließlich noch so viel mehr und davon wird in diesem Blog so gar nicht berichtet. Wer ist der Mensch hinter dieser Seite? Die wenigsten von Euch haben da eine Vorstellung. Um das aber zu ändern werde ich einfach immer mal wieder über meine Projekte und Erlebnisse berichten. Vielleicht gefällt es dem Ein oder Anderen? Über eine Rückmeldung würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen. Los geht es mit „Ein Heimkino entsteht“

Unser Heimkino - Im Februar 2016

Wer von uns ist nicht als kleines Kind schon gerne ins Kino gegangen? Zumindest war es bei mir so. Jeder Besuch im Kino war wie eine Reise in eine andere Welt. Der Duft nach Popcorn, die Kinoplakate und die typische Kino-Einrichtung (vorzugsweise Rot) ließen meine Gedanken so manches mal die Sorgen aus dem Alltag vergessen. Mit anderen Worten ich habe das Kino von früher geliebt. Versteht mich nicht falsch, das Kino von Heute ist auch schön – aber der Charme ist doch ein ganz anderer.  Auf was ich eigentlich hinaus wollte. Ich war von „Lichtspielhäusern“ (sagt kein Mensch mehr Heute) schon immer fasziniert und als Studentin habe ich so manche Nacht dort verbracht. Film-Marathon, Sneakpreviews (Überraschungspremieren) u.v.m. – Es war schon eine tolle Zeit.

Daheim – dann das komplette Kontrastprogramm – oder wie ich es jetzt bei mir nennen würde: „Das dunkle Mittelalter der Unterhaltungsindustrie“. Aber was soll man anderes noch zu einem 37 cm großen Röhrenfernseher und einem VHS-Videorekorder noch sagen? Naja, es folgte irgendwann ein größerer Fernseher (55cm Bildschirmdiagonale), mein erster DVD-Player und meine erste Dolby-Surround-Anlage. Was war das für ein Meilenstein für mich! Aus heutiger Sicht betrachtet, nicht mal mehr wirklich toll – aber nett. Meine Leidenschaft war auf jeden Fall entbrannt und ich fing an DVDs zusammeln. Ganz ehrlich ? Ich habe nicht mal eine Ahnung wie viele wir mittlerweile hier haben. Ein paar sind es schon 😉

Auf jeden Fall gibt es im Leben manchmal Zeit in denen andere Dinge wichtiger sind. Familie, Wohunug und Arbeit, um nur ein paar Dinge zu nennen. Mit anderen Worten ich konnte diesem Hobby nur noch bedingt nach gehen. Vom Platzmangel mal abgesehen. Es dauerte fast 15 Jahre – Eine neue Partnerin und ein neues Zuhause. Bis die Gegebenheiten wieder gegeben waren um den Traum aus Kindheitstagen umzusetzen – Ein kleines eigenes Heimkino um ungestört Filme zu schauen. Der Platz war jetzt auf jeden Fall da. Ein ungenutzter „großer“ Kellerraum sollte dafür umfunktioniert werden.

Ein Heimkino entsteht

Nachdem der Keller leer geräumt war und der rote Teppichboden (Ja – es musste rot sein) auf der Dämmung aus Kork verlegt wurde ging es an den Aufbau eines Podest. Die zweite Sitzreihe sollte schließlich auch ein freies Blickfeld auf die Leinwand haben. Nur wie baut man so ein Podest ? Schließlich habe ich sowas noch nie gemacht. Die Lösung die ich gefunden habe war dann aber relativ einfach. Also hab ich kurzerhand alles ausgemessen und bin damit zum Holzbauer / Baumarkt der mir alle benötigten Bretter exakt zugeschnitten hat. Solltet Ihr sowas auch vor haben, macht das auf jeden Fall auch so. Erstens kostet es meist nicht mehr und Zweitens erspart Ihr Euch eine Menge Arbeit.

Als dann alles zu Hause war ging es schon ans verschrauben. Spax sei dank, ging da auch relativ schnell und ich konnte das „wabenförmige“ Grundgerüst innerhalb von ein paar Stunden zusammen setzen. Übrigens sind die inneren Bretter immer etwas versetzt, damit ich auch alles schön fixieren konnte. Es sollte ja bloß nichts rutschen und stabil sein. Ob Ihr nun die einzelnen Kästen auffüllt oder nicht, liegt ganz bei Euch. Für den Klang im Raum wäre es natürlich besser, wenn diese nicht hohl wären.. ich hab mich aber dagegen entschieden, weil ich mir die Option freihalten wollte aus den Fächern Stauraum zu machen.

Anschließend habe ich die Bodeverlegplatten einzeln auf die Länge zugeschnitten und mit dem unteren Korpus verschraubt. Damit war das Podest auch schon in seiner Grundform fertig und ich selbst total überrascht, wie stabil die Konstruktion dann doch geworden ist. Dafür, dass ich sowas noch nie gemacht habe! Ganz toll! Ich kann doch was. D.h. sollte ich nochmal ein Podest brauchen, weiß ich jetzt wie ich sowas ganz einfach  lösen kann.

Natürlich passte das Podest so noch nicht zum Kino. Wer mag schon einen Holzkasten auf einem roten Teppich? Also hieß es ein paar Tage später bewaffnet mit doppelseitigem Klebeband das Podest zu verkleiden und die überstehenden Enden zu kürzen. So war es dann schon besser, aber noch nicht optimal. Also nochmal ab zum Baumarkt und eine silberne Trittleiste besorgt und montiert. Und Voila – der erste Bauabschnitt für das Heimkino war erledigt.

Im nächsten Teil, werde ich dann was zur Leinwand und zur Beleuchtung schreiben.

Liebe Grüße
Ellen

Hinweis in eigener Sache: Ich bin handwerklich nicht wirklich geschickt. Also bitte Nachsicht mit mir haben, wenn irgendetwas nicht ganz so perfekt gelöst ist. Für meine Verhältnisse bin ich aber ganz zufrieden.